Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)


 

  

Iran: Menschenrechtsverteidiger Mostafaei verschwunden


Seit dem 24. Juli 2010 ist der renommierte iranische Menschenrechtsverteidiger Mohammad Mostafaei verschwunden.  Seine Ehefrau Fereshteh Halimi und ihr Bruder Farhad Halimi befinden sich in Haft. Über den Aufenthaltsort des Rechtsanwalts Mostafaei dagegen ist nichts bekannt. Ungewiss bisher ist, ob er ebenfalls verhaftet wurde oder einer Verhaftung entgehen konnte.

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Normando Hernandez Gonzalez, freigelassen nach Spanien, im Gespräch mit der IGFM: "Meine Gefangenschaft in Kerkern des Castro-Regimes"


Normando Hernandez Gonzales (geb. 27.10.1969), Direktor der Unabhängigen Journalistenschule (CPIC) in Camagüey/Kuba, wurde im März 2003 während des sogenannten kubanischen "Schwarzen Frühlings" verhaftet und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach dem Hungertod des Bürgerrechtlers Orlando Zapata Tamayo und dank des viermonatigen Hungerstreiks des Journalisten Guillermo Farinas und Engagements der Katholischen Kirche auf Kuba erklärte sich das Castro-Regime zur Freilassung von 52 politischen Gefangenen bereit und handelte mit dem spanischen Außenminister Moratinos aus, dass sie von Spanien aufgenommen werden. Am 14.07.2010 traf Normando Hernandez Gonzales in Madrid ein, wo wenige Tage später die IGFM, deren Ehrenmitglied er ist, sprach.

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Iran: Menschenrechtler protestieren gegen neue Amputationen


Am 22. Juli 2010 sollen fünf Personen wegen Diebstahls an den Händen amputiert worden sein. Akbar Biglari, Staatsanwalt der westiranischen Provinz Hamedan, kritisierte, dass die Amputationen nicht öffentlich, sondern in einer Haftanstalt vollstreckt wurden. Der Grund dafür sei seiner Meinung nach, zu verhindern, dass "der Feind daraus schließen würde, der Islam sei eine gewalttätige und Menschenrechte verletzende Religion". Grundlage für die Amputationen im Iran ist das islamische Rechtssystem, die Scharia.

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Laogai: Das Zwangsarbeitslagersystem der Volksrepublik China


Laogai ist eine chinesische Abkürzung des Begriffs „Lao Dong Gai Zao“ und bedeutet wortwörtlich übersetzt „Reform durch Arbeit“. Der Begriff wird häufig als Synonym für das gesamte Arbeitslagersystem in der Volksrepublik China verwendet. Da alle Informationen bezüglich der Lager als Staatsgeheimnis streng unter Verschluss gehalten werden, gibt es keine offiziellen Statistiken über die Anzahl der Lager und deren Insassen. Die unabhängige Laogai Research Foundation konnte jedoch bis Juni 2008 mindestens 1.422 Arbeitslager in der Volksrepublik identifizieren. Gründer dieser Stiftung ist IGFM-Kuratoriumsmitglied Harry Wu, der selbst insgesamt 19 Jahre als politischer Gefangener in Laogai-Lagern als Arbeitssklave ausgebeutet wurde.

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China: Interview mit dem Direktor der Laogai Research Foundation Harry Wu


Harry Wu ist einer der bekanntesten chinesischen Menschenrechtler und ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet des Zwangsarbeiterlagersystems der Volksrepublik China, des Laogai. Er selbst verbüßte 19 Jahre Haft in verschiedenen Arbeitslagern, weil er es gewagt hatte, die regierende Kommunistische Partei zu kritisieren. Nach seiner Freilassung 1979 machte Harry Wu es sich zur Lebensaufgabe, die Menschenrechtsverletzungen in den Lagern Chinas öffentlich zu machen. Er ging dabei hohe persönliche Risiken ein und reiste mehrere Male zurück in die Volksrepublik, um Verbrechen vor Ort zu recherchieren und zu dokumentieren.

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Petition ehemaligen kubanischen politischen Gefangenen an EU-Außenminister: "Gemeinsame Haltung" der Europäischen Union zu Kuba nicht aufgeben!


Am 19.07.2010 appellierten ehemalige kubanische Gewissensgefangene, die nach Spanien ausgewiesen wurden, in einer gemeinsamen Petition an die EU-Außenminister, die "Gemeinsame Haltung" der Europäischen Union gegenüber Kuba nicht zu ändern und an ihren Forderungen nach einer Demokratisierung auf Kuba und der Gewährung gleicher Rechte für alle Kubaner festzuhalten.

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Spanien spielt Castros Spiel mit


Das Regime in Havanna bringt demokratische Oppositionelle außer Landes und schwächt sie dadurch. Die sozialistische Zapatero-Regierung in Madrid, die die Umstände der Haftentlassung von 52 kubanischen Journalisten und Bürgerrechtlern mit dem Castro-Regime ausgehandelt hatte, hat sich durch ihren Umgang mit dem Castro-Regime selbst Probleme geschaffen. Nach Ansicht der Opposition in Madrid dient die Regierung der Diktatur in Havanna, die bis vor kurzem noch behauptete, in Kuba gäbe es keine politischen Gefangenen.

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Kuba: Dr. Biscet und weitere freigelassene Bürgerrechtler verweigern den Gang ins Exil


Mindestens sieben der 52 freizulassenden politischen Gefangenen weigern sich, ins Exil nach Spanien zu gehen. Die zwischen Kuba und dem spanischen Außenminister Moratinos getroffenen Vereinbarungen bedingen die Haftentlassungen an den Gang ins Exil. Ein Teil der politischen Gefangenen, darunter Kubas bekanntester Bürgerrechtler Dr. Oscar Elias Biscet, weigert sich jedoch, unter dieser Bedingungen das Gefängnis zu verlassen.

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Kuba: Castro schenkt Moratinos propagandistischen Erfolg


Die IGFM begrüßt die Freilassung von 52 politischen Gefangenen durch General Castro als einen Schritt "im Sinne der willkürlich verhafteten Bürgerrechtler und Folteropfer". Die Bedingung, dass die Freigelassenen ins Exil gehen müssten, hätte aber zur Folge, dass die wichtigsten Vertreter der kubanischen Demokratiebewegung sich in Kuba nicht an der demokratischen Neugestaltung ihres Landes beteiligen könnten. Nach Auffassung der IGFM zeigt diese Bedingung, dass die kubanische Regierung auch weiterhin jede Diskussion über Demokratie und Menschenrechte unterbinden wolle.

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Kuba: Castro-Regime befragt 40 politische Gefangene


Das Castro-Regime hat mit 40 politischen Gefangenen Gespräche über ihr Verhalten nach einer möglichen Freilassung geführt. Die Inhaftierten wurden eingehend über ihre Pläne nach einer möglichen Haftentlassung befragt. Die IGFM glaubt, dass es eine großangelegte Ausweisung von Menschenrechtlern und Oppositionellen im Zuge des Dialogs der kubanischen Regierung mit der katholischen Kirche geben könne.

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Kuba: Hungerstreikender Bürgerrechtler Guillermo Fariñas in Lebensgefahr


Wie die kommunistische kubanische Parteizeitung "Granma" berichtet, ist der hungerstreikende kubanische Journalist Guillermo Fariñas in "möglicher Lebensgefahr". Die IGFM vermutet, daß die Regierung offenbar versucht, die kubanische Öffentlichkeit und die Welt auf den bevorstehenden Tod des oppositionellen Journalisten vorzubereiten. Fariñas verweigert seit dem 24. Februar jegliche Nahrungsaufnahme und fordert die Freilassung von 26 schwerkranken politischen Gefangenen. Nach Informationen der IGFM befinden sich derzeit noch 208 politische Gefangene in Haft.

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Iran: Justiz lässt Prozess gegen inhaftierte Menschenrechtlerin platzen


Der für den 28. Juni angesetzte Prozess gegen die Frauen- und Menschenrechtlerin Mahboubeh Karami wurde aufgrund des Fehlens von Richter Pirabasi vertagt. Die IGFM kritisiert, dass bis zum neuen, bisher noch nicht festgesetzten Prozesstermin, Karami weiterhin in Haft bleiben wird. Damit wird das Leid der seit dem 2. Februar 2010 inhaftierten politischen Gefangenen nur noch gesteigert. Sie leidet unter körperlichen und geistigen Beschwerden, wie ihre Familie verlauten ließ. Ihr Gesundheitszustand werde immer beunruhigender.

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Kuba: Dr. Darsi Ferrer an die IGFM


"Ich bin sehr dankbar für die enorme Solidarität und die Unterstützung, die ich während der ganzen Zeit der Gefangenschaft erhalten habe", schreibt Dr. Darsi Ferrer, Menschenrechtler und Mitgründer der IGFM-Gruppe Kuba an die IGFM. Am 9. Juli 2009 war der Arzt aufgrund seines Engagements und seiner Kritik am Castro-Regime von der Geheimpolizei verhaftet und zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Seit dem 22. Juni 2010 ist er wieder auf freiem Fuß.

[Dr. Ferrers Brief an die IGFM ...]

 

  

Iran: Erneut Gewaltausbrüche gegen Baha'i


Am 22. und 23. Juni wurden die Häuser von etwa 50 Baha'i-Familien im iranischen Dorf Ivel (bzw. Eivel) nahe dem Kaspischen Meer mutwillig zerstört. Eine aufgeputschte Menschenmenge hatte die Zugänge zum Dorf blockiert und vier Radlader und mehrere LKWs ins Dorf passieren lassen, die innerhalb von zwei Tagen die Häuser der Baha'i zerstörten. "Die Verfolgung von Minderheiten im Iran erreicht damit einen weiteren Höhepunkt. Das Regime von Präsident Ahmadinedschad fördert die Intoleranz und Auschreitungen gegen die Baha'i. Die Einbestellung des iranischen Botschafters durch das Auswärtige Amt am 15. Juni war das richtige Zeichen in Richtung Teheran", erklärte der IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

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UN / Kuba: UN-Menschenrechtsrat brüskiert die Opfer des Castro-Regimes


Als "absurd" und "demütigend für die Väter der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" kritisierte die IGFM die Wahl des kubanischen Botschafters in Genf, Rodolfo Reyes Rodríguez, zum Vizepräsidenten des UN-Menschenrechtsrates. In Kuba habe es seit der Machtergreifung der Castro-Brüder vor über 50 Jahren keine freien Wahlen gegeben. Außer der regierenden Kommunistischen Partei seien alle anderen verboten. Strenge Zensur, Verfolgung Andersdenkender, politische Gefangene, Folter und Entmündigung der Bürger kennzeichnen dieses Regime. Indem der Menschenrechtsrat sich vom Vertreter dieses Systems repräsentieren lasse, stellt er sich nach Auffassung der IGFM grundlegend in Frage und brüskiert die Opfer des Castro-Regimes.

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Kuba: Politischer Gefangener Darsi Ferrer aus Haft entlassen


Dr. Darsi Ferrer, Menschenrechtler und Mitgründer der IGFM-Gruppe Kuba, ist seit dem 22. Juni 2010 wieder auf freiem Fuß. Nach 11monatiger Untersuchungshaft und mehreren Hungerstreiks konnte der Arzt das Gefängnis in Havanna verlassen. Die IGFM wirft der kubanischen Diktatur unterdessen eine Hinhaltetaktik vor. IGFM-Sprecher Martin Lessenthin erklärte: "Mit der scheibchenweisen Gewährung von Freilassung politischer Gefangener oder augenscheinlichen Haftverbesserungen für sie spielt Castro auf Zeit. Diese Zeit aber haben die über 200 meist schwerkranken politischen Gefangenen nicht".

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Ägypten: Kopten wollen Recht auf Scheidung und Zivilehe


Die Bewegung "Geschiedene Kopten in der Schwebe" hat für den 24. Juni eine Demonstration vor dem ägyptischen Justizministerium angekündigt. Die Bewegung wird von Frauenrechtsorganisationen unterstützt, die ebenfalls die Möglichkeit zu nichtreligiösen, zivilen Ehen fordern. Sowohl islamische als auch koptische Autoritäten in Ägypten lehnen die Einführung von zivilen Ehen entschieden ab. Gegenwärtig arbeitet die ägyptische Regierung an einem Gesetz zur Vereinheitlichung des christlichen Eherechtes für alle christlichen Denominationen.

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Iran: Frauenrechtlerin nach dreieinhalb Monaten Einzelhaft erstmals vor dem Haftrichter?


Nach dreieinhalb monatiger Einzelhaft soll die Frauen- und Menschenrechtlerin Mahboubeh Karami am 28. Juni erstmals dem Haftrichter vorgeführt werden. Frau Karami wurde in der Nacht auf den 3. März 2010 in ihrem Haus festgenommen. Seitdem befindet sie sich im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Sogar der Teheraner Chefankläger Jafari Dolatabadi bestätigt, dass Frau Karami in einem körperlich und psychisch schlechten Zustand ist.

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Ägypten: Anti-Korruptionsaktivist in der Öffentlichkeit zu Tode gefoltert


Nach dem Foltertod eines ägyptischen Anti-Korruptionsaktivisten in Alexandria im Treppenhaus eines Wohnhauses entgleitet der öffentliche Protest der Kontrolle der Behörden. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, folterten zwei ägyptische Polizisten den 28-jährigen Khaled Saied zu Tode, nachdem dieser einen Handy-Film verbreitet hatte, der die Korruption ägyptischer Polizisten im Zusammenhang mit Drogenhandel dokumentierte.

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Kuba: EU-Außenminister lassen sich blenden


In der Nacht auf den 12. Juni ließ das Castro-Regime den querschnittsgelähmten politischen Gefangenen Ariel Sigler Amaya vorzeitig frei. Der im März 2003 inhaftierte kubanische Menschenrechtler hatte eine 25jährige Haftstrafe zu verbüßen. Nach Auffassung der IGFM ist Sigler Amayas Freilassung das Ergebnis des seit dem 25. Februar andauernden Hungerstreiks des Bürgerrechtlers Guillermo Farinas und der Verhandlungen der katholischen Kirche Kubas mit dem Castro-Regime. Die IGFM forderte die EU-Außenminister auf, sich von Amayas Freilassung nicht blenden zu lassen, sondern deutlich für die Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba einzutreten und damit die Verhandlungen der Katholischen Kirche zu unterstützen.

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Kuba: Verlegung politischer Gefangener in Heimatprovinzen - IGFM warnt vor Täuschungsmanöver des Castro-Regimes


Nach Informationen der IGFM hat die kubanische Regierung einige politische Gefangene in Gefängnisse ihrer jeweiligen Heimatprovinzen verlegt. Erste "Nutznießer" wurden sechs Angehörige der sogenannten "Gruppe der 75". Diese 75 Gefangenen waren wegen oppositioneller Aktivitäten und Menschenrechtsarbeit während des "Schwarzen Frühlings" 2003 zu Haftstrafen von bis zu 25 Jahren verurteilt worden. Bisher hat das Castro-Regime immer abgestritten, dass es sich um politische Gefangene handelt.

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Iran: Willkürliche Haftstrafen sollen Regimekritiker zum Schweigen bringen


Die Frauenrechtlerin Bahareh Hedayat (27) und Milad Asadi (24), zwei führende Mitglieder einer regimekritischen iranischen Studentenorganisation, sind am 21. Mai zu neuneinhalb bzw. sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM: "Sie wurden ausschließlich aufgrund der friedlichen Ausübung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit verfolgt und mit Gefängnis bestraft." Die IGFM befürchtet, dass für beide die Gefahr der Folter und Misshandlung besteht.

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Russland: Menschenrechtsverteidiger Sokolow zu fünf Jahren Haft verurteilt. APPELL


Der russische Menschenrechtsverteidiger Alexej Sokolow wurde am 13. Mai 2010 zu fünf Jahren Haft strengen Vollzugsregimes verurteilt. Der Prozess fand in der abgelegenen Ortschaft namens Bogdanowitsch unter Vorsitz des Richters Wladimir Wassiljew statt. Zuvor hatte der Richter alle Zeugen der Verteidigung abgelehnt. Das Urteil beruht einzig und allein auf Aussagen von drei verurteilten Schwerverbrechern, die ihnen von der Staatsanwaltschaft abgepresst wurden. Die IGFM ist zutiefst empört über die manipulierte Beweisführung der Anklage und die zur Farce verkommene Justiz, die als willfähriger Diener der Staatsanwaltschaft einen Menschenrechtler kriminalisiert und wegsperrt, weil er sich für die Humanisierung des Strafvollzugs in Russland einsetzte und gegen die Korruption hochrangiger Ordnungshüter ankämpfte.

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EU-Lateinamerika-Gipfel: Menschenrechtsverbrecher künftig von Gipfeltreffen ausschließen


Nach dem gestrigen EU-Lateinamerika-Gipfel fordert die IGFM von der Europäischen Union, die Verschlechterung der Menschenrechtssituation in weiten Teilen des Kontinents ernst zu nehmen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte: "Das ursprüngliche Ansinnen der spanischen Ratspräsidentschaft, die Zügel gegenüber der kubanischen Diktatur und gegenüber dem venezolanischen Unrechtsstaat locker zu lassen, ist grandios gescheitert". Die tragischen Ereignisse um den Tod des kubanischen politischen Gefangenen Orlando Zapata Tamayo und die Attacken auf die Pressefreiheit in Venezuela zeigten dies in "grausamer Deutlichkeit".

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Kuba: Kein Frieden für Zapata Tamayo auch im Tod - Grabschändung auf Regierungsbefehl?


Zahlreiche Oppositionelle und Regimekritiker wurden am vergangenen Wochenende von der kubanischen Polizei daran gehindert, an Gedenkveranstaltungen zu Ehren des an einem Hungerstreik gestorbenen Gewissensgefangenen Orlando Zapata Tamayo teilzunehmen. Zuvor wurde Zapata Tamayos Grab am 11. Mai mit weißer Farbe beschmiert, sein Name und Todestag unkenntlich gemacht. Tamayo wurde im März 2003 wegen Regimekritik und "mangelnder Achtung vor der Person Fidel Castros" zu 25 Jahren Haft verurteilt. Am 23. Februar 2010 verstarb er infolge seines Hungerstreiks, in den er am 3. Dezember 2009 aus Protest gegen Folter und Misshandlungen getreten war.

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Russland: Menschenrechtsverteidiger vor Verurteilung


Gegen den russischen Menschenrechtsverteidiger Alexej Sokolow, der seit einem Jahr im Untersuchungsgefängnis von Jekaterinburg/Ural festgehalten wird, soll am 13.05.2010 das Urteil gesprochen werden. Sokolow hatte durch seine Veröffentlichungen und Videos über die Misshandlung von Strafgefangenen durch russische Sondertruppen, die Erpressung von Gefangenen und deren Angehörigen weltweite Empörung ausgelöst. Kurz vor Abschluss seines Berichts über Korruption in der Staatsanwaltschaft und Justiz wurde er aufgrund fingierter Anzeigen angeblich begangener Raubüberfälle verhaftet. In dem bisherigen von Manipulationen gekennzeichneten Verfahren verwarf der Richter alle Anträge der Verteidigung sowie die Aussagen von über 100 Entlastungszeugen. Die IGFM macht Ministerpräsident Putin für das Klima der Verunsicherung und Nachstellung von Bürgerrechtlern verantwortlich und fordert ihn auf, die Unabhängigkeit der Justiz vor dem Diktat der Strafverfolgungsorgane zu gewährleisten.

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Iran in der UN-Frauenrechtskommission grotesk


Am 13. Mai 2010 wird ein Drittel der 47 Mitgliedstaaten des UN-Menschenrechtsrates in Genf von der Generalversammlung in New York für die nächsten drei Jahre gewählt. Für die vier neu zu besetzenden Sitze der Regionalgruppe Asien hatte ursprünglich auch der Iran kandidiert, seine Kandidatur aber am 25. April zurückgezogen. Stattdessen erhielt die Regierung Ahmadinedjad dafür Sitze in insgesamt vier UN-Kommissionen, darunter der UN-Frauenrechtskommission. Die IGFM kritisierte die Mitgliedsstaaten des dafür verantwortlichen UN-Gremiums heftig: "Ein 'Kuhhandel' wie dieser erodieren das Ansehen und den Einfluss der Vereinten Nationen. Wenn Diktaturen die Verletzungen von Menschenrechten überwachen sollen, dann wird die praktische Arbeit der Vereinten Nationen gelähmt."

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Türkei: 24. April - Jahrestag der planmäßigen Vernichtung der Armenier vor 95 Jahren. Europäische Kulturhauptstadt Istanbul soll des Völkerrechtsverbrechens gedenken!


Am 24. April 1915 begann mit der Verhaftung von 235 armenischen Intellektuellen in Istanbul der Völkermord, bei dem bis zu 1,5 Millionen Armenier ermordet wurden. Auch Hunderttausende assyrische und andere Christen wurden durch das damalige Osmanische Reich im Rahmen pantürkisch-islamischer Bestrebungen systematisch umgebracht. Anlässlich des 95. Jahrestages des bisher von 22 Staaten und dem Europaparlament als Völkermord eingestuften Gesamt-Geschehens fordert die IGFM den Oberbürgermeister der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt Istanbul zu einer versöhnlichen Geste der Anerkennung und Toleranz gegenüber den heute in Istanbul lebenden Armeniern und zur Unterstützung der von türkischen Intellektuellen angekündigten Gedenkveranstaltung unter dem Motto "Dies ist unser aller Schmerz" auf.

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Venezuela / Menschenrechte: IGFM-Resolution


Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat auf ihrer 38. Jahreshauptversammlung in Bonn am 28. März 2010 angesichts der aktuellen Lage in Venezuela eine Resolution verabschiedet. Darin verurteilt die Versammlung die Unterdrückung und Verfolgung von Andersdenkenden und den Angriff des Chávez-Regimes auf die Meinungsfreiheit und die Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela und fordert die Freilassung politischer Gefangenen.

[zur Resolution (pdf-Format, 20Kb) ...]

 

  

Ägypten: Staatssicherheit zerstört Gemeindezentrum und greift Pastor an


Wie jetzt bekannt wurde, ist am 18. März ein christliches Gemeindezentrum im ägyptischen Luxor von einem rund 500 Mann starken Aufgebot von Polizei und Staatssicherheit gewaltsam geräumt und weitgehend zerstört worden. Bis auf den 400 m² großen Gebetsraum wurde das gesamte, etwa 3.000 m² Wohn- und Nutzfläche umfassende Gemeindezentrum mit Bulldozern eingerissen. Der Pfarrer der evangelischen Gemeinde, Mahrous Karam, und seine Frau Sabah wurden geschlagen und misshandelt und mit ihrem drei Jahre alten Sohn aus ihrer Wohnung geworfen.

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Europe-Cuba NGO Network Calls for Increased Focus on Human Rights and Democracy by EU Institutions


Today, on the seventh anniversary of Cuba’s "Black Spring" the Europe-Cuba NGO Network calls on all EU Institutions to increase their attention to issues of human rights and democracy on the island and to utilize all appropriate measures to support Cuban civil society efforts aimed at expanding the rights and freedoms of ordinary Cubans. Seven years ago, on March 18, 2003, the Cuban government moved swiftly and ruthlessly to crush political dissent and activism on the island. The two-day crackdown that has become widely known as the Black Spring resulted in the imprisonment of 75 dissidents, among them journalists, labour activists, independent librarians, and writers. Those arrested received long prison sentences, some up to 28 years. Today, 53 of them remain imprisoned and in total over 200 people are in prison for political reasons, despite repeated calls for their release by the international community.

[Full Statement (pdf, 87 kb...]

 

  

Ägypten: Pogrom gegen koptische Minderheit


Am Freitag, den 12. März 2010, ist es im nordägyptischen Küstenort Mersa Matrouh, rund 260 km westlich von Alexandria, erneut zu pogromartigen Übergriffen gegen einheimische Kopten gekommen. Nach Informationen der IGFM sollen 2000 bis 3000 extremistische Muslime nach dem Abendgebet "Allah ist groß" und andere islamische Parolen skandiert und Steine geworfen haben. Insgesamt sollen 22 Geschäfte und Werkstätten von koptischen Christen verwüstet, 18 Häuser und eine Reihe von Autos in Brand gesteckt worden sein.

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8. März - Weltfrauentag: Frauenrechtsbewegung im Iran lebt


Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März weist die IGFM darauf hin, dass die Frauenrechtsbewegung im Iran trotz aller Repressalien nicht zerschlagen ist. In einem Gespräch mit der IGFM erläuterte Dr. Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin und wohl bekannteste Menschenrechtlerin des Iran, mit welchem Einsatz Frauen – und auch Männer – für Gleichberechtigung in der Islamischen Republik kämpfen.

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Iran: Verhaftungen gehen weiter


Jafar Panahi, einer der erfolgreichsten Regisseure des Iran und Unterstützer des Oppositionsführers Mir Hossein Mousavi, wurde am 1. März 2010 festgenommen. Panahis bislang letzter Film "Offside" wurde am 17. Februar 2006 auf der Berlinale uraufgeführt und gewann den silbernen Bären. Seinen größten Erfolg feierte der 49jährige jedoch mit dem Film "Der Kreis", für den er 2000 bei der Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Seine Filme sind im Iran verboten.

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Türkei: IGFM-Aufruf zum Appell an den Ersten Bürgermeister Istanbuls


Istanbul wurde zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2010" ausgerufen. Aber diesen Titel muss sich Istanbul erst verdienen! In Istanbul gibt es rund 150 Kirchen, es gibt ein lebendiges christliches Gemeindeleben. Jedoch wird ihre kulturelle und rechtliche Existenz in einem Ausmaß unterdrückt und beschnitten, wie man es von einer Weltstadt mit Niveau nicht erwarten darf.
Die IGFM möchten daher die Besucher unserer Homepage bitten, den nachfolgenden Appell zu unterstützen, den wir einerseits dem Istanbuler Bürgermeister, Dr. Kadir Topbas, und der türkischen Regierung, und anderseits dem EU-Präsidenten zur Kenntnis schicken wollen.

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[Appell an Istanbuls Bürgermeister im pdf-Format (166 Kb) ...]

[Unterschriftenliste im pdf-Format,32 kB ...]

 

  

Menschenrechtsarbeit zum Iran

 

Sie können Farsi und Deutsch sprechen und schreiben, Sie interessieren sich für Menschenrechte im Iran, Sie lehnen Gewalt und jede Form von Extremismus ab.

 

Wir freuen uns, über Ihre ehrenamtliche Mitarbeit! Wir setzen uns für die Verwirklichung von Freiheitsrechten und für Gleichberechtigung ein. Wir arbeiten gegen Folter, willkürliche Verhaftungen, barbarische Strafen, Diskriminierung und die Verfolgung Andersdenkender.

 

Sie haben Interesse, diese Arbeit durch Übersetzungen und Recherchen zu unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Mail an info@igfm.de!

[mehr Infos zu unserer Arbeit zum Iran...]
[mehr Infos zum IGFM-Medienpreis Iran...]
[mehr Infos zur Steinigung...]

 

 

  

Häufige Folter- und Misshandlungsmethoden in der VR China

 

Beinahe jeder Inhaftierte in der Volksrepublik China musste bzw. muss Folter erleiden. Schläge und Tritte, Hochziehen an nach hinten verdrehten Armen, Erstickungsmethoden, Elektroschocks, Schlafentzug, sexuelle Gewalt, Stich- und Schnittverletzungen - Zeichnungen veranschaulichen die grausamen Foltermethoden in China.

[zum Bericht ...]

 

  

Kuba/IGFM-Patenschaftsprogramm: Abgeordnete setzen sich für politische Gefangene ein

Abgeordnete des Bundestages, mehrerer Landtage und des Europäischen Parlamentes haben sich zu Paten für politische Gefangene in Kuba erklärt. Die Politiker wollen sich persönlich für die Freilassung von willkürlich inhaftierten Menschenrechtlern, Gewerkschaftern und anderer politischen Gefangenen in dem seit 49 Jahren diktatorisch regierten Kuba einsetzen.

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© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00