IGFM Medienpreis 2009 verliehen


 

  

IGFM-Medienpreis 2009 "Menschenrechte im Iran"


Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert verlieh die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am 3. Dezember in Berlin den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten "Medienpreis Menschenrechte". Ausgezeichnet wurden vier Journalisten und Autoren, die über die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran berichteten.

 

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Würdigung des Filmbeitrags von Stefan Buchen (NDR)


Träger des ersten Preises ist der Fernsehjournalist Stefan Buchen vom Norddeutschen Rundfunk für seinen Film "Zensur im Iran - heimliche Sat-Schüsseln" über die Möglichkeiten, mit denen Iraner versuchen, die staatliche Zensur zu umgehen.

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Platz 2: Dr. Oliver Ernst, "Zwischen Konfrontation und Wandel - 30 Jahre islamische Revolution im Iran"


Anti-Amerikanismus, Anti-Zionismus und eine radikale antisäkulare, antiwestliche Haltung sind seit drei Jahrzehnten typische Kennzeichen der Islamischen Republik, und sie gehören bis heute zur Identität der Islamischen Republik Iran (IRI). Der Iran ist auch der einzige Staat, der in der Vollversammlung der Vereinten Nationen das Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Verurteilung der Holocaust-Leugnung verweigert. Und die iranische Menschenrechtsbewegung wird zunehmend drangsaliert.

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Platz 3: Martin Zöller, "Verurteilt mit erzwungenen Geständnissen"


"Er macht eine Arbeit, mit der er sich ziemlich schnell unbeliebt machen kann: Der Österreicher Manfred Nowak ist Sonderberichtserstatter der Vereinten Nationen, er fährt zu den schlimmsten Orten der Welt, um über Folter in Gefängnissen zu berichten - 2006 erregte er etwa Aufsehen mit seiner Kritik am US-Internierungslager in Guantánamo. Nun war Manfred Nowak im Iran, sein erster Befund ist erschreckend: "Ich befürchte, dass Menschen aufgrund von erzwungenen Geständnissen verurteilt werden", sagte er jetzt. Dieses Schicksal droht Hunderten Regimegegnern, die derzeit im Iran vor Gericht stehen, weil sie gegen die mutmaßlich gefälschte Präsidentenwahl demonstriert hatten. ..."

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Würdigung des Beitrags von Martin Zöller (Die Welt)


Der dritte Preis ging an Martin Zöller von Die Welt. In seinem Artikel "Verurteilt mit erzwungenen Geständnissen". Gegenstand seines Berichts: Der brutalste alles Menschenschinder des Teheraner Regimes mit Namen Javad Azadeh.

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Würdigung der Arbeit von Hanif Mazrooie (Norooz)


Den Sonderpreis für Farsisprachige Medien erhielt der vielleicht bekannteste Menschenrechtsjournalist des Iran, Hanif Mazrooie. Mazrooie hat die geheimen und anonymen Beerdigungen von mutmaßlichen Demonstranten und Folteropfern auf dem Teheraner Hauptfriedhof recherchiert und als erster öffentlich gemacht. Er ist Chefredakteur der inzwischen verbotenen Tageszeitung "Norooz", die aber als Online-Medium weiter über Menschenrechtsverletzungen berichtet.

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Bildergalerie: Verleihung des IGFM-Medienpreises 2009 "Menschenrechte im Iran"


Bildergalerie der Verleihung des Medienpreises: die Preisträger, die Laudatoren, der Saal.

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IGFM-Symposium "Menschenrechte im Iran"


Die Verleihung des Medienpreises war in ein IGFM-Symposium "Menschenrechte im Iran" eingebettet. Zu den Referenten gehörten der Religionswissenschaftler Dr. Seyed Azmayesh, Vertreter des Nematollah Sufi Ordens, Frau Mahin Mousapour, Pfarrerin einer iranischen Konvertiten-Gemeinde in Deutschland und Dr. Sasha Dehghani, Islamwissenschaftler, Vertreter der Baha?í Gemeinde Deutschland.

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© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00