Türkei


 

  

Türkei: IGFM-Aufruf zum Appell an den Ersten Bürgermeister Istanbuls


Istanbul wurde zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2010" ausgerufen. Aber diesen Titel muss sich Istanbul erst verdienen! In Istanbul gibt es rund 150 Kirchen, es gibt ein lebendiges christliches Gemeindeleben. Jedoch wird ihre kulturelle und rechtliche Existenz in einem Ausmaß unterdrückt und beschnitten, wie man es von einer Weltstadt mit Niveau nicht erwarten darf.
Die IGFM möchten daher die Besucher unserer Homepage bitten, den nachfolgenden Appell zu unterstützen, den wir einerseits dem Istanbuler Bürgermeister, Dr. Kadir Topbas, und der türkischen Regierung, und anderseits dem EU-Präsidenten zur Kenntnis schicken wollen.

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[Appell an Istanbuls Bürgermeister im pdf-Format (166 Kb) ...]

 

  

"Wer in der Türkei Christ ist, zahlt einen Preis dafür "

 

Dr. Tessa Hofmann beschreibt prägnant die aktuelle Situation der Christen in der Türkei. Anzahl, Struktur, "anerkannte" und "nicht anerkannte" christlichen Minderheiten, eine kurze Zusammenfassung ihrer Geschichte und die Vergangenheitsbewältigung in der heutigen Türkei, relevante Inhalte des Strafrechtes und der Schulerziehung werden in dem Beitrag beleuchtet.

[zum Beitrag über Christen in der Türkei ...]

 

 

Presseinfos zur Türkei

 

Medieninformationen zu Menschenrechtsthemen in China finden Sie in der Rubrik

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Aktuelle Appelle zur Türkei

 

Aktuelle Appelle finden Sie in der Rubrik

Appelle - Aktuelle Appelle

 

[Türkei: Diskriminierung der christlichen Minderheit]

[Türkei: Appell zu den geschlossenen Priesterseminaren]

 

  

Gesinnungsjustiz gegen Schriftsteller und Journalisten

 

Am 1. Juni 2005 trat in der Türkei ein neues Strafrecht in Kraft, das nach türkischer Darstellung eine Verbesserung des Menschenrechtsschutzes darstellt. Meinungsäußerungen, die Informationszwecken dienen und / oder mit denen Kritik geübt werden soll, sind nach vorgenommenen Änderungen nicht mehr strafbar. Allerdings kann man von keiner prinzipiellen Verbesserung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung sprechen. So wurden Artikel, die bisher herangezogen wurden, um die Meinungsfreiheit zu beschneiden, praktisch unverändert übernommen.

[zum Beitrag: Gesinnungsjustiz gegen Schriftsteller und Journalisten ...]

 

  

Türkische Republik ist größter Sünder vor dem Europäischen Gerichtshof

 

Straßburg. In Sachen Menschenrechte ist die Türkei der Mitgliedsstaat des Europarates, den der Europäische Gerichtshof im Jahr 2005 am häufigsten schuldig gesprochen hat. Laut dem Nachrichtendienst "idea" richteten sich 290 Urteile von insgesamt 1105 im letzten Jahr gegen die Türkei. Die Ukraine belegte den zweiten Platz mit 120 Urteilen, 105 Schuldsprüche entfielen auf Griechenland. Auch Deutschland wurde zehn Mal wegen Verstoßes gegen die Menschenrechte verurteilt. Verurteilt wurde die Türkei am häufigsten wegen Fehlens eines fairen Prozesses, in 65 Fällen wegen des Nichtbeachtens von Eigentumsrechten und in 49 Fällen wegen Verstößen gegen das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit.

 

  

Recht haben und Recht bekommen ist nicht das Gleiche

 

Die Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Türkischen Republik könnten durch den im November 2003 veröffentlichten Fortschrittsbericht der EU-Kommission leicht getrübt werden. Darin stellt die Kommission (wiederholt) fest, dass die Situation der christlichen Minderheiten in der Türkei von Ungleichbehandlung gekennzeichnet ist.

[zum Beitrag über armenische Christen in der Türkei...]

 

  

Zwischen Diskriminierung und Hoffnung: Christen in der Türkei

 

"Sticheleien im Alltag durch Nationalisten und Ignoranten nehmen zwar ab. Steuerinspektionen finden dennoch bevorzugt weiter an Weihnachten statt. Immer weniger Christen tragen wirklich christliche Vornamen wie Hannah, Amsih, Mesih. Lieber nicht auffallen, lautet die Devise. Vor allem als Rekrut beim Militär".

[Christen zwischen Diskriminierung und Hoffnung ...]

 

  

Von der Verfolgung zum vorsichtigen Aufbruch

 

Bereits im Juni 1994 reiste eine IGFM-Delegation in den Tur Abdin in der Südost-Türkei. Die im September 1994 erschienene IGFM-Dokumentation berichtet von Verfolgung, Ermordung und Emigration der dort seit zwei Jahrtausenden ansässigen Christen assyrischer Volkszugehörigkeit. Der Tur Abdin - der Berg der Knechte Gottes - ist Namensgeber einer bedeutenden Kulturlandschaft mit den Städten Mardin und Midyat.

[zum Bericht: "Von der Verfolgung zum vorsichtigen Aufbruch" ...]

 

  

Christliche Minderheiten in der Türkei

 

Der rechtliche Status der Minderheiten ist im türkischen Recht nur unzureichend geregelt. In der türkischen Verfassung kommt der Begriff der Minderheiten schlicht nicht vor. Allerdings ist gemäß Artikel 10 der Verfassung "jederman ... ohne Rücksicht auf Unterschiede von ... Weltanschauung, Religion, Bekenntnis und Ähnlichem vor dem Gesetz gleich." Darüber hinaus genießt jeder die Freiheit des Gewissens, der religiösen Anschauung und Überzeugung (Art. 24 Verfassung der Türkischen Republik).

[zum Bericht über christliche Minderheiten in der Türkei ...]

 

  

Für Freiheit und Gleichstellung

 

Die 90er Jahre bedeuteten für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Höhepunkt der Verfolgung und der Bedrängnis syrischer Christen im Südosten der Türkei. 34 namentlich bekannte Christen wurden von 1990 - 1998 im Tur Abdin, einem alten christlichen Klostergebiet, umgebracht. Die Zahl der Christen war von 70.000 in den 60er Jahren auf rund 2000 im Jahr 1998 gesunken.

[zum Beitrag über Religoinsfreiheit in der Türkei...]

 

  

Noch immer erstaunliche Vielfalt

 

Rund 99 Prozent der etwa 70 Millionen Türken sind Muslime. Schätzungsweise 15 bis 25 Prozent von ihnen sind Aleviten, die verbleibende große Mehrheit fast ausschließlich Sunniten. Nur etwa 0,3 Prozent der Bevölkerung in der Republik Türkei sind Christen. Dennoch verteilt sich die geringe Zahl der Gläubigen auf ein breites Spektrum christlicher Konfessionen.

[zum Bericht über christliche Minderheiten in der Türkei ...]

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