Jahrestagung der IGFM in Bonn
Am 11. und 12. April 2026 fand die 54. Jahrestagung der IGFM in Bonn statt. Unter dem Leitthema „Europa als Garant für Menschenrechte und Frieden“ kamen Mitglieder, Partner und internationale Gäste zusammen, um über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren – insbesondere über die Lage politischer Gefangener, religiös Verfolgter sowie von Menschen, die wegen ihres Engagements gegen autoritäre Systeme verfolgt werden.
Tausende Tote nach massiver Gewalt des Regimes
Haleh Hosseini Ramandi ist Frauenrechtlerin mit Wurzeln in Teheran und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Als Vorsitzende der Iranischen liberalen Frauen engagiert sie sich mit großer Entschlossenheit für die demokratische und freiheitliche Bewegung im Iran und berichtete bei der IGFM-Jahrestagung am 11. April 2026 über die Menschenrechtssituation im Iran.

Vier Jahre Krieg – vier Jahre Solidarität
Die deutsche Sektion der IGFM setzt sich in Kooperation mit der ukrainischen Sektion (IAC ISHR) solidarisch für Menschenrechte in der Ukraine ein. Dieser Rückblick zeichnet nach, wie die IGFM ihre langjährige Arbeit in der Ukraine seit Beginn des Krieges fortgesetzt und ausgeweitet hat – von humanitärer Hilfe und Dokumentation schwerer Menschenrechtsverletzungen bis zum Einsatz für verschleppte Zivilisten.
Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen
Pressegespräch in Gießen: Verschleppte ukrainische Zivilisten sichtbar machen
Beim Runden Tisch im Rathaus Gießen machten Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft auf das Schicksal verschleppter ukrainischer Zivilisten aufmerksam. Mehrere politische Entscheidungsträger haben bereits Patenschaften übernommen und setzen sich für deren Freilassung ein.
IGFM kritisiert fehlende Ukraine-Solidarität Orbans
Anlässlich der Wahlen in Ungarn am 12. April 2026 kritisiert die IGFM die fehlende Ukraine-Solidarität Orbans und die massive russische/ US-amerikanische Einmischung in den Wahlkampf. Ungarns Regierungschef Viktor Orbán verhalte sich heute leider wie ein Vasall des russischen Diktators Putin.
Ukraine: Vater und Sohn von russischem Militär verschleppt
Anlässlich des Tages der politischen Patenschaften macht die IGFM auch dieses Jahr auf das Schicksal zehntausender politischer Gefangener weltweit aufmerksam. Die IGFM dankt allen Abgeordneten, die sich gemeinsam mit uns für die Freilassung politischer Gefangenen einsetzen.
Russland: 16 Jahre Gefängnis für ehemaligen Geschichtslehrer
Der Oberste Gerichtshof Russlands bestätigte am 1. April die Strafe von 16 Jahren Haft gegen den 68-jährigen Dissidenten Alexander Skobov aufgrund „Rechtfertigung des Terrorismus“. Nach Einschätzung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist nicht damit zu rechnen, dass er den russischen Strafvollzug lebend verlassen wird.
Unser Einsatz für Politische Gefangene
„Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden“, so steht es in Art. 9 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Weltweit werden jedoch Tausende Menschen willkürlich inhaftiert. Wir machen darauf aufmerksam und setzen uns für die Freilassung ein.
Jede einzelne Freilassung eines politischen Gefangenen und jedes Ende von Misshandlung ist ein Erfolg, für den es sich lohnt zu kämpfen. Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, das Schicksal dieser Menschen bekannt zu machen und sie vor dem Vergessen zu bewahren. Machen Sie mit!
Politische Gefangene weltweit
Ukrainische Zivilgefangene
Abgeordnete setzen sich mit politischen Patenschaften ein
Was kann ich tun?
Selbst Diktaturen sind von der öffentlichen Meinung in anderen Ländern mit beeinflusst. Daher kann jeder Einzelne eine Menge tun – mehr als Sie vielleicht denken! Möglichkeiten gibt es viele. Bleiben Sie informiert und informieren Sie andere. Beteiligen Sie sich an Appellaktionen oder schreiben Sie einem politischen Gefangenen ins Gefängnis. Sammeln Sie Unterschriften oder setzen Sie sich dauerhaft für einen Gefangenen ein. Je mehr Menschen sich an Aktionen beteiligen, umso größer ist die Wirkung. Deshalb: Machen Sie mit!




























