Sorge um Luis Frómeta Compte

Luis-Frometa-Compte-Kuba

Der deutsch-kubanische Staatsbürger Luis Frometa Compte wurde am 11. Juli 2021 festgenommen, weil er mit seinem Handy die friedlichen Proteste auf Kuba aufgezeichnet hatte. Frometa war im Urlaub auf Kuba, er lebt seit 1985 in Deutschland und alle seine Familie und Verbindungen sind in Dresden. Frometa wurde am Heiligabend 2021 zu 25 Jahren verurteilt.

Kuba: Gesundheitszustand von inhaftiertem Deutschen verschlechtert sich

IGFM fordert sofortige Freilassung des politischen Gefangenen Luis Frómeta Compte

Dresden/Frankfurt am Main/Havanna, 4. Februar 2022 – Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verschlechtert sich der Gesundheitszustand des in Kuba inhaftierten deutschen Staatsbürgers Luis Frómeta Compte zunehmend. Der Familienvater aus Dresden ist vor ein paar Tagen in Ohnmacht gefallen, hat zittrige Hände und viel zu hohen Blutdruck. Der 59-Jährige war kurz vor Weihnachten wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und „Anstiftung zum Aufruhr“ zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Als einer von rund zweitausend Demonstranten wurde er am 11. Juli bei den Protesten gegen die Diktatur festgenommen, als er diese spontan für private Zwecke mit seinem Smartphone gefilmt hatte.

Die IGFM, die mit einer Sektion auf Kuba vertreten ist, sorgt sich um den gesundheitlich angeschlagenen Deutsch-Kubaner und fordert dessen sofortige Freilassung. „Die Gesundheitsversorgung in den kubanischen Haftanstalten ist sehr schlecht. Viele politische Gefangene haben gesundheitliche Probleme, die teilweise lebensbedrohlich sind, wenn sie nicht richtig behandelt werden. Daher alarmiert uns die Nachricht über die Ohnmacht und den Bluthochdruck von Luis Frómeta Compte sehr“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. Auch seine in Deutschland lebenden Töchter machen sich große Sorgen um ihren Vater: „Unser Papa hatte nie Probleme mit seinem Blutdruck, nur mit der Schilddrüse. Über die medizinische Versorgung ist uns nichts bekannt. Wir schicken ihm immer Medikamente, denn in Kuba mangelt es selbst an einfachsten Medikamenten“, so Janie Frómeta.

Luis Frometa Compte mit seinen beiden Töchtern Maria (links) und Janie.

Deutsche Botschaft drängt weiter auf Zugang zum Dresdner Familienvater

Luis Frómeta Compte hat sowohl die deutsche als auch die kubanische Staatsangehörigkeit, sein Lebensmittelpunkt liegt seit 1985 in Deutschland. Trotzdem verweigert das kubanische Regime bis heute die konsularische Betreuung durch die deutsche Botschaft in Havanna. Der sächsische Bundestagsabgeordnete Lars Rohwer hat die politische Patenschaft für den Dresdner übernommen und Außenministerin Annalena Baerbock kürzlich in einem Brief gebeten, sich für die Freilassung des Deutschen einzusetzen. Das Auswärtige Amt wies in seiner Antwort darauf hin, dass Kuba den Standpunkt vertrete, die kubanische Staatsangehörigkeit von Luis Frómeta Compte habe gegenüber den dortigen Behörden Vorrang. Dies schränke die konsularischen Betreuungsmöglichkeiten für die Deutsche Botschaft in Havanna signifikant ein. Trotzdem drängen sie weiterhin auf Zugang zu Luis Frómeta Compte, um ihn angemessen betreuen zu können.

Postkartenaktion als Zeichen der Hoffnung

Die IGFM hat zusammen mit der Postkarten-App MyPostcard eine Postkartenaktion für Luis Frómeta Compte gestartet und ruft dazu auf, per Postkarte aufmunternde Zeilen an den Dresdner Familienvater ins Gefängnis nach Kuba zu senden. Wer sich beteiligen möchte, findet die Aktionspostkarte mit Luis´ Bild und den Worten „Free Luis“ unter https://applink.mypostcardapp.com/freeluis oder in der App in der Rubrik Designs unter dem Stichwort „IGFM“. Ein Textvorschlag – der auf Wunsch abgeändert werden kann – sowie die Adresse des Gefängnisses sind automatisch hinterlegt. MyPostcard stellt für diese Aktion 100 Freecodes für Neukunden und Bestandskunden der App zur Verfügung. Der Freecode „FREELUIS“ wird dann automatisch an der Kasse eingelöst. Jede weitere Postkarte an ihn kostet dann nur 99 Cent.

IGFM und MyPostcard setzen sich für unschuldig inhaftierten Luis Frómeta Compte ein

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